Meilensteine emanzipatorischer Frauen- und Mädchenliteratur

Portraits

von Inke Bräuninger; Yvonne Gadczikowske; Nicole Müller; Agnes Richter; Doreen Wangerin

Gibt es wirklich Frauenliteratur? Ist der Rest Männerliteratur? Existieren Autoren, die sich ganz entschieden für „Männerthemen“ in der Literatur engagieren? Fallen solche Entscheidungen, weil die Frauenliteratur und ihre Erzählerinnen in der Gegenwartsliteratur zu dominant geworden sind?
Die Geschichte der Literatur kennt seit der Antike auch einzelne schreibende Frauen. Doch erst seit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts beschränkte sich eine größere Anzahl von Frauen nicht mehr auf das heimliche Lesen und versteckte Schreiben. Hinter männlichen Pseudonymen schrieben einige Frauen wie z.B. Mary Ann Evans (1819 - 1880) als George Eliot sehr erfolgreich. Armandine L.A. Dupin (1804 - 1876) wurde unter dem Pseudonym George Sand in Frankreich der/die führende Prosa-Autor/in seiner/ihrer Zeit.
In Deutschland findet man die ersten öffentlich beachteten literarischen Versuche von Autorinnen mit Einsetzen der Romantik. Einflüsse in das Kulturleben begannen in literarischen Salons (z.B. bei Rahel Varnhagen) oder durch eigenes literarisches Schaffen. Die Werke von Luise Hensel (1798 - 1876), Karoline von Günderode (1780 - 1806) und Bettina von Arnim (1785 - 1859) sind für diese Zeit charakteristisch. Während des Poetischen Realismus thematisieren erstmals auch Frauen in ihren Texten Gesellschaftskritik, z.B. Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916) und Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848).
Ende des 19. Jahrhunderts werden die ersten Texte von Frauen verbreitet, die nicht der gebildeten Oberschicht angehören, sondern der proletarischen Frauenbewegung. Dazu gehören vor allem Clara Viebig (1860 - 1952), Gabriele Reuter (1859 - 1941), sowie Helene Böhlau (1859 - 1940). Sie wenden sich mit ihren Texten nicht nur gegen die Vorherrschaft des Mannes in der Gesellschaft, sondern auch gegen das gesamte bürgerlich-kapitalistische System. Zu den avantgardistischen Autorinnen jener Zeit gehört auch Bertha von Suttner (1843-1914), die 1905 den Friedensnobelpreis für ihr Werk „Die Waffen nieder!“ erhielt.
Mit der Entwicklung in der Literatur vollziehen sich Veränderungen in der gesellschaftlichen Rolle der Frau. 1892 werden erstmals Frauen als Zuhörerinnen an den Universitäten in Deutschland geduldet. 1893 werden Mädchen zum ersten Mal zum Abitur zugelassen. Ab 1901 dürfen Frauen an der Universität in Baden studieren, andere Universitäten folgen. 1922 wird Margarethe von Wrangell zur ersten Professorin in Deutschland berufen.
Gestärkt durch die gesellschaftlichen Veränderungen und die gewachsenen politischen Möglichkeiten entwickelt sich ein neues Selbstbewusstsein der Frauen in den 1920er Jahren. Das spiegelt sich zunehmend in starken Frauengestalten des zeitgenössischen Romans und Dramas wider. Beispiele dafür findet man unter anderem bei Franziska Gräfin Reventlow (1871 - 1918), Marieluise Fleißer (1901 - 1974) und bei Nelly Sachs (1891 - 1976). Mit dem Einzug des Nationalsozialismus in Deutschland wird die Entwicklung der Frauenbewegung und des emanzipatorischen Literaturmodells zurückgeworfen.
In der Nachkriegszeit befassen sich viele Autorinnen mit starken Väterrollen und deren Schuld im Weltkrieg. Zu den wichtigsten Autorinnen dieser Zeit gehören Ingeborg Bachmann (1926 - 1973) und Christa Reinig (*1926). Zunächst gilt Ingeborg Bachmann gilt als Bezugsperson der kommenden 68-Frauenbewegung.
Mit dem Ende des 2.Weltkrieges setzt eine Veränderung der Gesellschaft ein, die die Emanzipation der letzten 50 Jahre am stärksten beeinflusste. Die Demokratisierung der deutschen Gesellschaft förderte vor allem die Gleichstellung der Geschlechter. Das neue Selbstbewusstsein, am Aufbau einer neuen Nation maßgebliche beteiligt zu sein, und die nach sich ziehende wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen fördert auch den zunehmenden Einfluss auf die Literatur. Anfang der 60er Jahre weitet sich der Feminismus zu einer internationalen Bewegung aus. Germaine Greers, Alice Schwarzer und Simone de Beauvoir werden einige ihrer berühmtesten Vertreterinnen.
(Quelle: „Deutsche Frauenautoren der Gegenwart“ Manfred Jurgensen, Francke Verlag: Bern, 1983)

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Margaret Atwood

„Another belief of mine: that everyone else my age is an adult, whereas I am in disguise.“
Ihr Name steht auf der Favoritenliste des Literaturnobelpreises jedes Jahr ganz oben. Zwar konnte sich die Jury 2004 den Rufen der Medien und Kritikern nicht mehr widersetzen und zeichneten endlich eine Frau aus. Doch in diesem Jahr sollte die größte literarische Ehre Margaret Atwood noch nicht überreicht werden.
Die kanadische Dichterin und Schriftstellerin wurde 1939 in Ottawa geboren. Ihr Vater, ein Insektenforscher, nahm sie mit, wenn er die Tiere und ihre Umwelt erkundete. So verbrachte sie einen großen Teil ihrer Kindheit in der Wildnis.
Schon früh machte sich ihr Talent zum Schreiben bemerkbar: Mit 19 Jahren begann sie ihre Gedichte zu veröffentlichen. 1961 erschien ihr erster Gedichtband „Double Persephone“. Doch da eine grundlegende Ausbildung ihr nicht fehlen sollte, studierte sie englische Sprache und Literatur and der University of Toronto und der Harvard University. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Dozentin für englische Literatur an verschiedenen kanadischen Universitäten und als „Writer-In-Residence“ an der University of Toronto. Einige Jahre verbrachte sie in England, Frankreich, Italien und Deutschland.
Internationale Anerkennung fand Atwood mit ihrem ersten Roman „The edible Woman“ (1969, Die essbare Frau). Diesem folgten viele weitere Romane: „Surfacing“ (1972, Der lange Traum), „Lady Oracle“ (1976, Lady Orakel), „Life before man“ (1979, Die Unmöglichkeit der Nähe), „Cat’s eye“ (1989, Katzenauge) und „The Robber Bride“ (1993, Die Räuberbraut). Ihr 1987 erschienener „The Handmaid’s Tale“ (Report der Magd) wurde 1989 von Volker Schlöndorff unter dem Titel „Die Geschichte der Dienerin“ verfilmt und mit dem Arthur C. Clarke Award und dem Canadian Governor General’s Award ausgezeichnet. Für „The blind assassin“ (2000, Der blinde Mörder) erhielt sie den begehrten britischen Booker-Preis. Auch ihre Gedichtbände fanden Anerkennung bei den Kritikern, insbesondere „Power Politics“ (1971) und „You are happy“ (1974). Erinnerungen an ihre Kindheit finden sich in „Wilderness Tips“ (1991, Tips für die Wildnis). Für ihr Gesamtwerk erhielt Margaret Atwood den Welsh Arts Council’s International Writer’s Price.
Einige ihrer Werke werden der „feministischen“ Literatur zugeordnet. Dazu sagt Atwood: „Ich habe mich bereits mit Themen wie der Stellung junger Frauen in der Gesellschaft der fünfziger Jahre und dem Wandel der Geschlechterrollen auseinander gesetzt, bevor dies Themen im Zusammenhang mit der Frauenbewegung aktuell wurden.“
Margaret Atwood lebt mit dem Autor Graeme Gibson in Toronto und hat drei Kinder.
Atwood zählt zu den wichtigsten kanadischen Schriftstellern der Gegenwart.

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Ingeborg Bachmann

„Man hat mal gesagt, wenn sie dastand und 3 Herren um sie herum, …, dann ließ sie sofort etwas fallen, eine Puderdose, ein Taschentuch, und vier Herren, der vierte kam nämlich gleich von nebenan, bückten sich sofort danach, und vier Herrenköpfe stießen unter ihr zusammen. Und so war es, glaube ich angelegt, das sollte passieren.“ Reinhard Baumgart, Piper Verlag
Ingeborg Bachmann wird am 25. Juni 1926 in Klagenfurt/Kärnten geboren. Als 12-jähriges Mädchen erlebt sie den Einmarsch der Nationalsozialisten in Kärnten. Ihr Vater ist bereits seit 1932 Mitglied der NSDAP und zieht 1939 in den Krieg. Ein zentrales Thema in Ingeborg Bachmanns Texten wird die Auseinandersetzung mit der Rolle des Vaters in den Kriegsjahren. „Der Protest der 68er-Bewegung gegen die Vätergeneration als Tätergeneration wird in Bachmanns Werk zum Protest der Töchter gegen die Väter.“ (Hoell, 2001)
Bereits als Schülerin gilt Ingeborg Bachmann als „außergewöhnlich belesen“. Sie verfasst bereits erste Gedichte und das erste und einzige Trauerspiel „Carmen Ruidera“, das jedoch unveröffentlicht bleibt. Mit 18 Jahren verlässt sie 1945 Klagenfurt und beginnt das Studium der Philosophie in Innsbruck, wechselt nach Graz und später nach Wien. 1946 wird erstmals eine ihrer Erzählungen, „Die Fähre“, publiziert. In Wien knüpft sie erste Kontakte zum Literaturkreis um Hans Weigel. Sie schreibt weiterhin Gedichte und veröffentlicht diese in verschiedenen Zeitschriften. 1950 promoviert Ingeborg Bachmann an der Universität Wien. Sie folgt dem Lyriker Paul Celan nach Paris, geht einige Monate später nach London, um im September 1951 nach Wien zurückzukehren und eine Stellung beim Wiener Radiosender Rot-Weiß-Rot anzunehmen. Für Rot-Weiß-Rot übersetzt sie Hörspiele und verfasst auch selbst einige. 1952 nimmt sie erstmals an einer Tagung der Gruppe 47 teil. Im darauf folgenden Jahr 1953 erhält sie den Förderpreis der Gruppe 47 für ihren Gedichtband “Die gestundete Zeit“. Als 27 jährige ist sie nunmehr einem großen Publikum bekannt. Der Spiegel veröffentlicht 1954 eine Titelgeschichte über Ingeborg Bachmann. Ingeborg Bachmann ist rastlos. Sie zieht nach Rom, schreibt als Korrespondentin für verschiedene Zeitungen und verfasst neue Hörspiele für Radiosender, z.B. „Die Zikaden“ für den NWDR. Solange das Geld reicht, bleibt sie in ihrem „erstgeborenen Land“ Italien, wohin sie immer wieder zurückkehren wird.
1956 veröffentlicht sie ihren 2.Gedichtband „Anrufung des Großen Bären“. Im Herbst 1958 lernt sie in Paris den Schriftsteller Max Frisch kennen. Eine auch aus literarischer Sicht schicksalhafte Beziehung beginnt. Sie endet 1962. „…wie gut es sei, wie wichtig, dass die andere Seite, die Frau sich ausdrückt. …Wir brauchen die Darstellung des Mannes durch die Frau, die Selbstdarstellung der Frau.“ so Frisch über die Kontaktaufnahme mit Ingeborg Bachmann. Später wird sie sich in Frischs Roman“ Mein Name sei Gantenbein“ wiedererkennen und wirft Frisch fortan die Benutzung ihrer Persönlichkeit vor.
1961 veröffentlicht Ingeborg Bachmann erste Erzählungen in dem Sammelband „Das dreißigste Jahr“ und erhält dafür den Berliner Kritikerpreis. Ab 1963 beginnt sie mit der Arbeit am Zyklus „Todesarten“. Als einziges Werk dieses Zyklus wird sie „Malina“ beenden und 1971 veröffentlichen. Der Roman kann als Antwort auf Frischs „Meine Name sei Gantenbein“ verstanden werden.
1964 erhält Ingeborg Bachmann den „Georg-Büchner-Preis“. In den folgenden Jahren arbeitet sie sehr erfolgreich mit dem Freund und Komponisten Hans Werner Henze an verschiedenen Operinszenierungen und Libretti.
1968 wird ihr der „Große Österreichische Staatspreis für Literatur“ verliehen. 4 Jahre später wird sie mit dem „Anton-Wildgans-Preis“ in Wien geehrt. Inzwischen lebt sie wieder in Rom, wo sie am 17.Oktober 1973 an einem Brandunfall verstirbt.

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Astrid Lindgren

Astrid Anna Emilia Ericsson wurde am 14. November 1907 auf Næs bei Vimmerby im schwedischen Småland als Kind des Pfarrhofpächters Samuel August Ericsson und seiner Frau Hanna geboren. Sie hatte einen älteren Bruder und zwei jüngere Schwestern. Nach dem Schulabschluß lernte sie bei einer Zeitung in Vimmerby und machte eine Ausbildung zur Sekretärin in Stockholm. 1931 heiratete Astrid Ericsson Sture Lindgren.
1944 schrieb Astrid Lindgren die Geschichte von Pippi Langstrumpf als Geburtstagsgeschenk für ihre Tochter auf. Sie schickte das Manuskript an einen Verlag, der es jedoch ablehnte. Im selben Jahr gewann Astrid Lindgren mit einem Mädchenbuch den zweiten Preis in einem Wettbewerb des Verlages Raben & Sjögren. Zwei Jahre später erhielt Astrid Lindgren den geteilten ersten Preis im Wettbewerb des Verlages Raben & Sjögren für „Meisterdefektiv Blomquist“ in der Kategorie Jugendkrimis. Im Folgejahr erschien in Schweden der erste Band der „Kinder aus Bullerbü“. Der Hamburger Verleger Friedrich Oetinger lernte Astrid Lindgren 1949 in Stockholm kennen. Im Herbst des gleichen Jahres erschien die deutsche Erstausgabe von „Pippi Langstrumpf“. „Mio, mein Mio“ erschien 1954 in Schweden, 1963 der erste Band von „Michel“.
1965 erhielt Astrid Lindgren den Schwedischen Staatspreis für Literatur für ihr Gesamtwerk. Die zum Dr. phil. honoris causa der Universität Linköping ernannte Autorin trug durch das 1976 verfaßte Steuermärchen „Pomperipossa in Monismanien“ zur Abwahl der sozialdemokratischen Regierung bei. Im UNO-Jahr des Kindes 1978 erhielt sie als erste Kinderbuchautorin den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu diesem Anlaß hielt sie die viel beachtete Rede „Niemals Gewalt“. Im selben Jahr wurde sie zum Ehrendoktor der Universität Leicester berufen. 1981 veröffentlichte sie „Ronja Räubertochter".
Zu einer ihrer vielen Auszeichnungen zählte der Selma-Lagerlöf-Literaturpreis. Mit ihrem Preisgeld gründete sie die Stiftung Solkatten (Sonnenkatze) für behinderte Kinder. 1994 verlieh die Stiftung „Right Livelihood Award“ (Stiftung für richtiges Leben) ihren Preis, der auch als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt ist, an die engagierte Tierschützerin. Sie verstand sich nicht als Feministin oder Autorin emanzipatorischer Mädchenbücher. Die Rechte von Frauen und Mädchen bedeuteten ihr selbstverständlicher Teil ihres humanen Weltbildes.
Am 28. Januar 2002 starb Astrid Lindgren, fast blind und taub, im Alter von 94 Jahren.

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Christine Nöstlinger

„Sehnsucht erwecken nach anderen Zuständen – den Kindern helfen, ihr eigenes Hirn zu benutzen, um sich vorzustellen, wie es freundlicher und humaner zugehen könnt’ auf der Welt.“
Christine Nöstlinger wird am 13. Oktober 1936 geboren und wächst bei ihren Eltern, einem Uhrmacher und einer Kindergärtnerin, in Wien auf. Nach der Matura studiert sie Gebrauchsgrafik an der Akademie für Angewandte Kunst. Eigentlich wollte sie Malerin werden, aber sie erkannte die Mittelmäßigkeit ihres Talentes.
Christine Nöstlinger hatte nie geplant, irgendwann einmal Kinderbücher zu schreiben. Nach der Heirat mit dem Journalisten Ernst Nöstlinger suchte sie als Mutter von zwei Kindern nach einer Beschäftigung. Vom ersten geschriebenen und illustrierten Kinderbuch wurde der Text ein Erfolg.
Christine Nöstlinger legte mit ihren Geschichten den Grundstein für eine neue Form der Kinder- und Jugendliteratur. Sie beschreibt soziale Missstände und pädagogische Probleme, lässt aber Phantasie und Humor nicht zu kurz kommen. Dabei bricht sie sprachliche und thematische Tabus konventioneller Kinderliteratur. Ihre Sprache ist nah an den jeweiligen Zielgruppen. Zwei ihrer frühen Geschichten „Die feuerrote Friederike“ und „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ stehen im Kontext der antiautoritären Bewegung nach 1968.
Zu ihrem schriftstellerischen Selbstverständnis hat Christine Nöstlinger einmal gesagt: „Ich habe gewisse Vermutungen darüber, was Kinder lesen wollen, und gewisse Vermutungen, was Kinder lesen sollten. Und dann habe ich noch das dringende Bedürfnis, mir gewisse Dinge von der Seele zu schreiben. Und die feste Überzeugung, dass Kinder beim Lesen gern lachen, die habe ich auch. Aus diesen vier Komponenten mische ich üblicherweise meine Bücher zusammen...“
Nöstlinger erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Friedrich-Bödecker-Preis, den Deutschen Jugendbuchpreis, den Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur, die Hans-Christian-Andersen-Medaille und 2003 den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis für Literatur. Die Begründung der Jury: „Christine Nöstlinger ist eine wahre Nichterzieherin vom Kaliber Astrid Lindgrens. Ihre vielseitige und äußerst engagierte Tätigkeit als Schriftstellerin ist geprägt von respektlosem Humor, scharfsinnigem Ernst und stiller Wärme, und sie steht vorbehaltlos auf der Seite der Kinder und Außenseiter“.
Sie lebt mit ihrem Mann in Wien und im Waldviertel. Immer noch illustriert sie einige Geschichten selbst – die Bilder zu nicht wenigen ihrer neueren Bücher stammen von ihrer Tochter.

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