Entwicklungen
Anika Hermann; Anja Hesselbarth; Julia Hipp; Andrea Sommer
Die Entwicklung des ersten Vorläufers des Computers vermutet man
nicht unbedingt im 19. Jahrhundert. Die analytical engine (Analytische
Maschine) von Charles Babbages, eine programmierbare Rechenmaschine, „besaß
ein vollautomatisches Rechenwerk für die vier Grundrechenarten, einen
Zahlenspeicher für 1000 Zahlen von je 50 Stellen, ein Dateneingabegerät
für Zahlen und Rechenvorschriften, eine Datenausgabevorrichtung sowie
ein Druckwerk“ .
Maßgeblich an der Programmierung beteiligt war eine Frau –
Ada Augusta Byron – Countess of Lovelace. 1815 in London geboren,
Tochter von Anna Isabella Lady Byron und dem Dichter Lord George Gordon
Byron. 1833 lernt Ada Charles Babbage kennen. Schon damals ist sie von
seiner difference engine, dem Vorgänger der analytical engine, begeistert
und setzt sich intensiv damit auseinander. 1842 übersetzt sie den
Bericht des italienischen Militäringenieurs L.F. Menabrea über
die analytical engine ins Englische. Ihre Anmerkungen machen dabei den
Hauptteil des Werkes aus. Ada Augusta entwickelt Sprungbefehle, bedingte
Verzweigungen, Prozeduren und Zählregister für iterative Abläufe.
Früh erkennt sie die Möglichkeiten aber auch die Grenzen der
Maschine, welche auch für heutige Computer noch gelten: „Die
Analytische Maschine erhebt keinen Anspruch darauf, etwas erschaffen zu
können. Sie kann das tun, von dem wir wissen, wie wir sie instruieren
können, es zu tun.“ .
Die analytical engine wurde nie fertiggestellt, was auf die begrenzten
Möglichkeiten der Feinmechanik im 19. Jahrhundert zurückzuführen
ist. Ein Nachbau erwies jedoch die Funktionsfähigkeit. Lange Zeit
wird Ada Augusta als Sekretärin / Assistentin von Charles Babbage
angesehen. Annerkennung erlangt sie 1979, als ihr durch die Benennung
einer neuen Programmiersprache mit dem Namen ADA ein symbolisches Denkmal
gesetzt wird. Außerdem ist sie Namensgeberin für das Ada-Lovelace-Projekts,
mit dem versucht wird, mehr junge Frauen für naturwissenschaftliche
Studiengänge zu begeistern.
Internetnutzung – Frauen sind auf dem Vormarsch
In Deutschland waren im Jahr 2003 insgesamt 36 Mio. Menschen online. Das
entspricht 55% der erwachsenen Bevölkerung. Frauen nehmen mit 15
Mio. Nutzern einen Anteil von 45% ein. Sie steigerten somit erneut den
Anteil gegenüber den Vorjahren. Generell nutzten 68% der Frauen den
PC im Jahr 2003. Frauen kamen im Durchschnitt vor 49 Monaten (ca. 2 Jahre)
zum ersten Mal mit dem Internet in Berührung. Dahingegen sind Männer
schon ein Jahr länger online. Die durchschnittliche Verweildauer
betrug bei Frauen 3,8 Tage, bei den Männern waren dies 4,6 Tage pro
Woche. Die Surffreudigkeit ist bei der weiblichen Bevölkerung weniger
ausgeprägt als bei ihren männlichen Mitstreitern. Dies ist darauf
zurückzuführen, dass Frauen durchschnittlich 4,1 Seiten pro
Online-Sitzung besuchen; das bedeutet, Frauen nutzen das Internet zielgerichteter.
Im Gegensatz dazu ist das Surfverhalten der Männer ausgeprägter
(6,7 Seiten pro Sitzung).
Zu den Interessensgebieten der Frauen zählen hauptsächlich Information
(Nachrichten), Kommunikation (Chat, E-Mail, Grußkarten), Reisedienstleistungen,
Literatur, Beruf und Karriere. Die Möglichkeit des Online-Shoppings
wird eher von Männer genutzt, da Frauen mehr Angst vor Datenmissbrauch
(Eingabe von persönlichen Daten) haben. Wenn Frauen online bestellen,
bevorzugen sie Bücher und Zeitschriften (44%), Kleidung (42%) sowie
Kosmetikartikel. Online-Ausgaben von Zeitungen werden zu einem Drittel
von Frauen und zu zwei Dritteln von Männern gelesen. |